All The Rivers Flow | Something shared
Lineup
About the Event
Eine interdisziplinäre Performance über jüdisch- muslimischen Rhythmus mit Audiodeskription in deutscher Sprache
Den Audioflyer zur Show findet Ihr unter diesem Link
Karten unter diesem link. Restkarten an der Abendkasse, wenn verfügbar. Nur in bar!
Aufführungen sind am 2. UND am 3.10.!
Rhythmus reist, migriert, passt sich an und leistet Widerstand. In dieser Performance wird er zur Figur der jüdischen Diaspora und verweist auf gemeinsame jüdisch-muslimische Lebenswelten jenseits von Grenzen und Nationalismen.
Mit Stepptanz, erweiterten Stimmtechniken und Live- Mixing fragt Something Shared, was die politische und kulturelle Geschichte diasporischer jüdischer Rhythmen in einer Zeit von Polarisierung und Gewalt lehren kann.
Inspiriert von den Arbeiten des Wissenschaftlers Ussama Makdisi, der die Geschichte der in der jüngeren Vergangenheit entstandenen binären Gegenüberstellung von „jüdisch“ und „arabisch“ untersucht, und der Künstlerin und Wissenschaftlerin Ariella Aisha Azoulay, die sich das handwerkliche Wissen ihrer algerischen Vorfahren wieder aneignet, um sich von zionistisch-imperialen Denkmustern zu lösen, beschäftigen sich Yasmeen Al-Qaisi, hoyah, Gry Tingskog und Anna Lublina mit den jüdisch-muslimischen Rhythmen ihrer Vorfahr*innen, von denen sie sich entfremdet haben: aus Marokko, Bosnien, Usbekistan, Andalusien, dem Jemen, Rumänien und Palästina.
In ihrer Recherche verfolgen sie die Spuren dieser Rhythmen in den Archiven und untersuchen, wie sie sich verändert haben, als die jeweiligen Lebenswelten auf koloniale, imperiale und nationale Projekte trafen – etwa auf die Sowjetunion, Israel oder das Mandatssystem.
Die Rhythmen haben sich verändert, mehr oder weniger, genau wie wir selbst. Auch wir haben uns zunehmend in eine weiße, westliche, kolonial geprägte Welt assimiliert. Aus 5/7 wurde 4/4; Musik, die einst im privaten Zuhause gespielt wurde, fand ihren Weg auf die Bühnen der Philharmonien.
something shared setzt sich mit der politischen Geschichte dieser Rhythmen auseinander und hinterfragt zugleich die eigene Ausgangsthese: Gibt es einen „reinen“ Rhythmus unserer Vorfahr_innen, den wir verloren haben? Einen Rhythmus, den die Welt verdorben hat?
Wahrscheinlich nicht.
Denn Musik und Rhythmus lassen sich ebenso wenig wie Essen oder Technologie durch ethnische, religiöse oder nationale Grenzen begrenzen. Sie vermischen sich, entwickeln sich weiter, passen sich an, breiten sich aus, verändern sich, widersetzen sich.
Die Entstehung der Performance wurde gefördert durch das Ottilie-Roederstein-Stipendium des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, das Kulturamt Frankfurt, das Kulturamt Gießen sowie den Fonds Darstellende Künste mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Die Weiterentwicklung wurde durch das LAB am English Theatre Berlin sowie durch das Ma’r’ayah Fellowship für jüdische und muslimische Künstler*innen im Künstlerhaus Bethanien unterstützt.
Praktische Informationen:
Das ausland befindet sich am Ende eines Innenhofs in einem Kellerraum. Bitte beachten Sie, dass der Boden im Innenhof uneben ist.
Wenn Sie Unterstützung beim Zugang zum ausland benötigen, kontaktieren Sie uns bitte spätestens drei Tage vor der Veranstaltung über das Kontaktformular unter folgendem LINK
Bitte wählen Sie dort die Kategorie „Accessibility“.
Alternativ erreichen Sie uns bis drei Tage vor der Veranstaltung telefonisch unter: 0178 8896746.
Blinde und sehbehinderte Besucher*innen sowie ihre Begleitpersonen erhalten freien Eintritt. Assistenzhunde sind willkommen. Bitte melden Sie sich spätestens drei Tage im Voraus für eine Audiodeskription an.
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie unter diesem LINK
supported byAs part of the series All The Rivers